Agnès Varda

Agnes Varda bei ihrem Besuch der LaDOC Hommage mit Filmprogramm, Fotoausstellung und der Installation "Patatutopia" im Januar 2010 in Köln. ©Angelika Huber

lectures | 10 November 2019  

Hommage à Agnès Varda

Von der Lust, die Welt zu bewohnen

Ein Filmabend in Erinnerung an die französische Regisseurin Agnès Varda (1928–2019) am Mittwoch, den 20. November 2019 um 19 Uhr in der Aula der KHM, Filzengraben 2, 50676 Köln
Eintritt frei

Das Programm:

Einführung: Prof. Dietrich Leder (KHM)

Danach drei Foto-Filme von Agnès Varda:

L’Opéra Mouffe, 1958, 16 Min., französische Originalversion mit englischen Untertiteln

Opéra-Mouffe ist das Notizbüchlein einer schwangeren Frau, im Kontext einer Dokumentation über das Quartier der Rue Mouffetard in Paris. Ein Film über den Widerspruch, hoffnungsvoll ein Kind zu erwarten in einer Welt der Armen, der Alten, der Clochards, derer ohne Hoffnung.

Du Côté de la Côte, 1958, 26 Min., französische Originalversion mit englischen Untertiteln

Besichtigung und Dokumentarfilm zugleich, entlang der Riviera – die exotischen Farben von Tourismus, vom Karneval und von Eden. Eine Insel. Einige Sonnenschirme werden am Ende zugemacht, zu einem fröhlichen Lied von Georges Delerue.

Ulysse, 1983, 21 Min., französische Originalversion mit englischen Untertiteln

1954 nimmt Agnès Varda ein Foto von einem Mann, einem Kind und einer Ziege an einem Strand auf. Die Ziege ist tot, der Mann ist nackt und der Junge heißt Ulysse. Knapp 30 Jahre später macht sich Agnès Varda daran, den Mann und den Jungen ausfindig zu machen und nach ihren damaligen Eindrücken zu befragen. Der Mann ist heute Redakteur der Zeitschrift „Elle“ und der Junge Buchhändler in Paris. Ein Ausflug in die Welt der Erinnerung und der Einbildung.

Nach der Vorführung hält Prof. Dr. Christa Blümlinger (Paris) einen Vortrag zum fotografischen Blick und zum Vermächtnis der Regisseurin: „Agnès Vardas Wechselspiele zwischen Malerei, Fotografie und Film“.

Im Anschluss sprechen Caroline Nokel (LaDOC) und Solveig Klaßen (KHM) mit Prof. Dr. Christa Blümlinger.

Agnès Varda

Agnes Varda bei ihrem Besuch der LaDOC Hommage mit Filmprogramm, Fotoausstellung und der Installation „Patatutopia“ im Januar 2010 in Köln. ©Angelika Huber

Hier können Sie sich das Gespräch bei der LaDOC Lecture 2010 mit Agnes Varda anschauen.

Im Januar 2020 wird die Hommage an Agnès Varda im Odeon Kino Köln mit zwei weiteren Lectures fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei ihr letzter Film Varda par Agnès, der am 9. Januar 2020 in den deutschen Kinos startet. Dazu eingeladen sind u. a. Rosalie Varda, die Tochter und Produzentin der Filme von Agnès Varda, und JR, der Protagonist ihres vorletzten Films Augenblicke (wir hoffen noch auf ihre Zusagen). Die LaDOC Lectures sind eine Veranstaltungsreihe des Kölner Frauen Filmnetzwerk LaDOC.

Die Jubiläumsausgabe 15. LaDOC Lectures Finest 2019 wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und vom Kulturamt der Stadt Köln gefördert. Sie findet in Kooperation mit der Gleichstellung an der KHM, der dfi im Filmbüro NW und dem Afrika Film Festival Köln und dem ODEON Kino statt. Unterstützer*innen sind KIOSK-Arts Exchange e.V., das Filmmagazin Revolver, büro elfriede schmitt – kreativprojekte mit perspektive, subtext und choices.

 

 


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