Dokumentarfilmfrauen

Claudia von Alemann mit ihrer Tochter Noemi beim Dreh von "Die Reise nach Lyon" 1979. Foto: Andreas Schneuwly

news | 19 April 2018  

Bildet Banden!

Für mehr Frauen in der Dokumentarfilmbranche.

Sonntag 6. Mai beim Dok.fest München um 14:30 Uhr

Dokumentarfilmfrauen werden oft finanziell und strukturell benachteiligt. Es ist an der Zeit, konkrete Strategien zu erarbeiten, die wir selbst anwenden können, um bestehende Machtverhältnisse zu verändern. In Workshops und Expert.innengesprächen nehmen Pro Quote Film und die AG DOK brennende Fragen in Angriff und entwerfen Lösungsvorschläge.

 

PANEL: Status Quo der Gewerke
14:30 – 15:30 Uhr, Audimax

Pro Quote Regie ist nun Pro Quote Film. Denn die Situation von Frauen könnte nicht nur im Regiebereich besser sein – sondern überall. In diesem Sinne lassen wir verschiedene Gewerke zu Wort kommen, um uns über den Stand der Dinge aufzuklären – denn die Situation ist nicht überall gleich. Lasst uns voneinander lernen!

Moderation: Alice Agneskirchner
Gäste: Vertreterinnen der Gewerke Regie, Produktion, Kamera, Montage und Ton

 

EXPERT.INNNENGESPRÄCH: Film & Familie = Filmfamilie?
15:30 – 16:45 Uhr, HFF Audimax

Fragen und Ratschläge aus der Praxis: Auf der Bühne des Audimax stellen Filmfrauen ihre Lebensmodelle vor: Retrospektiven und Zeitgenössisches aus der Praxis laden zur Fragestellung des Publikums ein. Partner und Kinder sind willkommen. In circa einer Stunde entsteht im HFF-Audimax in herausfordernder Lebendigkeit die PQF-Forderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Dokumentarfilmschaffende.

Moderation: Cornelia Grünberg
Gäste: Prof. Karin Jurschick (HFF, Abteilung Dokumentarfilm), Susanne Kurz (Kamerafrau), Katharina Köster (Filmemacherin)

 

WORKSHOP: Rechte und Vertragssicherheit
15:30 – 16:45 Uhr, Seminarraum 1

Filmfrauen werden häufig massiv finanziell benachteiligt. Das zeigen die neusten Statistiken. Von der Kameragage bis zum Produktionsbudget, den Vergütungen für Rechte an eigenen Geschichten bis zur Gage beim Debütfilm: Filmfrauen werden mit weniger Geld abgespeist. Warum ist das so? Und was können Filmfrauen dafür tun, dass sie zukünftig fair entlohnt werden und angemessene Vertragsbedingungen erhalten? Gemeinsam mit Dr. Heidrun Huber entwickeln wir einen praktischen Leitfaden.

Workshopleitung: Dr. Heidrun Huber, Rechtsanwältin

 

WORKSHOP: Wie werden Verleih und Vertrieb weiblicher und zukunftsfähig?
15:30 – 16:45, Seminarraum 2

Das Vertriebs- und Verleih-Geschäft hat sich im letzten Jahrzehnt verändert. Sender sind kaum noch Partner. Zudem gibt es so gut wie keine Verleih- und Vertriebsfirmen von Frauen. Wie also erreichen Filmemacher.innen in Zukunft ihr Publikum? Wie könnten neue Wege aussehen, die auch Förderinstitutionen überzeugen? Und wie könnten Festivals und Programmkinos erfolgreich und früher in einen Produktionsprozess mit eingebunden werden?

Workshopleitung: Nicole Joens, Produzentin, Autorin, AG DOK, Deutscher Kulturrat
Gäste: Anne Hader, Neues Maxim Kino, Uschi Reich, Produzentin, Walter Steffen, Filmemacher

 

Abschlussdiskussion
16.45 – 17.30 Uhr, HFF Audimax

Die Ergebnisse aus den verschiedenen Workshops werden dem gesamten Auditorium präsentiert.

Moderation: Alice Agneskirchner

 

ab 17.00 Uhr
Get-Together im Foyer der HFF

Das Kamerafrauen-Netzwerk Cinematographersxx Germany lädt herzlich zu Bier, Brezn und Obazdn ein.

Um Voranmeldung wird gebeten: https://bildet-banden.eventbrite.de

 

Zur Bandenbildung rief Jutta Brückner in einer inspirierenden Rede bei einer Veranstaltung von Pro Quote Film in der Akademie der Künste während der Berlinale 2018 auf. Hier könnt ihr die Rede nachlesen.


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