Ulrike Ottinger

Der Bote der Inquisition - Goya Episode - Foto: Dirk Zalm - Kontext: Freak Orlando, Berlin, 1981©Ulrike Ottinger

news | 8 März 2018  

Babelsberger Salon: erste Programmpunkte stehen fest

Freak Orlando und ein Gespräch mit Ulrike Ottinger eröffnen den Babelsberger Salon am 3. Mai 2018 um 17 Uhr an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Babelsberger Salon

Es ist eine große Freude, Ulrike Ottinger zu Gast zu haben. Sie ist Malerin, Autorin, Fotografin und Regisseurin für Theater und Film. Ihre Spiel- und Dokumentarfilme sind künstlerische Forschungsreisen zum Fremden und Entwürfe des Utopischen.

Ulrike Ottinger

Ulrike Ottinger. Foto: Anne Selders

Freak Orlando. Eine künstlerische Gesamtkonzeption.
Deutschland 1981, 126 Min.

Mit Magdalena Montezuma, Delphine Seyrig u.v.a.

Der Film wird als 35 mm Kopie vorgeführt. Nach dem Film findet ein Gespräch mit Ulrike Ottinger über ihre Filmarbeit statt. Das Originaldrehbuch, ein Forschungsalbum, bringt sie mit.

Bei Freak Orlando geht es um alles, das sich nicht innerhalb der Norm bewegt. Das Verhältnis zwischen Minoritäten und Majoritäten, zwischen Randgruppen oder solchen, die dazu gemacht werden, spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle. Ulrike Ottinger, 2012

„Ottinger schreibt ihre Drehbücher selbst, sie führt Kamera und hat viele ihrer Filme selbst produziert – sie ist also im umfassenden Sinne die Autorin ihrer Filmwerke. Als solche verbirgt sie sich nicht hinter ihren Figuren, sondern wird als Erzählerin stets sichtbar. So verweist bereits der Untertitel zu Freak Orlando, „Kleines Welttheater in fünf Episoden, erzählt von Ulrike Ottinger“, auf ihre subjektive Perspektive. Häufig liegt das Stationendrama ihrer Erzählform zugrunde, die lose Aneinanderreihung gleichwertiger Szenen. Was auf den ersten Blick als lineare Struktur erscheint, nimmt bei Ottinger jedoch die Gestalt eines Mäanders an. Der Mäander, eine geschwungene Linie, bildet das Leben ab, so wie es sich uns Stück für Stück erschließt.“

Kristina Jaspers: Mäanderndes Erzählen. Bilderwelten der Ulrike Ottinger. In: Ulrike Ottinger. Hg.v. Ingvild Goetz u.a. (Katalog Sammlung Goetz, München), Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2012, S.140

Unser Special Guest am 4. Mai 2018 ist Sookee.

Sookee Babelsberger Salon

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des IKF Institut für künstlerische Forschung und der Gleichstellungsbeauftragten der Filmuniversität KONRAD WOLF.

Im Fokus des 1. Symposiums Gender – Forschung – Film steht die Auffassung von Film als Gendertechnologie. Die filmische Bedeutungsproduktion im Kino und in den Massenmedien geht immer auch mit der Konstruktion von Gender einher. Dies wollen wir an ästhetischen Positionen in der zeitgenössischen Filmkunst und in den digitalen Medien diskutieren. Das Symposium dient einer Bestandsaufnahme, um für die Bildproduktion auf den Screens und Displays zu sensibilisieren und die Praxis neu zu denken.

Wo steht die künstlerische und wissenschaftliche Forschung zur Genderkonstruktion in Film und Medien? Wer forscht? Was wird erforscht? Wie wird geforscht?

Mit Filmen, Vorträgen, Panels, Diskussionen und Workshops möchte die Filmuniversität Akteur*innen zu Gender-Forschung-Film in Babelsberg zusammenbringen und den Diskurs beleben.

Jetzt anmelden unter akkreditierung.babelsbergersalon@filmuniversitaet.de

 


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