Bild: Herbert von Halem Verlage

news | 13 September 2019  

Ausgeblendet

Ausgeblendet. Frauen im deutschen Film und Fernsehen ist soeben erschienen. Prof. Dr. Elizabeth Prommer wird ihre Studie in einem Impulsvortrag mit anschließender Diskussionsrunde bei Käse und Wein erläutern. Die Veranstaltung findet am 26. September um 19 Uhr im Herbert von Halem Verlag, Schanzenstr. 22, 51063 Köln, statt.

Hält das Fernsehen die Fortschritte in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit auf?

Was passiert, wenn wir Frauen ausblenden? Wie beeinflusst das unsere Vorstellung von der Wirklichkeit? Kann es tatsächlich sein, dass die Bilder, die wir im Fernsehen und im Kino sehen und die vorgeben, die Realität abzubilden, möglicherweise den Fortschritt der Gesellschaft in Fragen der Geschlechterparität aufhalten?

Diese und andere Fragen stellt Frau Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Autorin der Studie Audiovisuelle Diversität und Medienforscherin an der Universität Rostock. Zusammen mit Dr. Christine Linke hat sie festgestellt, dass Frauen in Film und Fernsehen kein Abbild der Wirklichkeit zeichnen. Denn Frauen sind im Fernsehen stark unterrepräsentiert, sie kommen außerdem nicht in den Rollen und der Vielfalt vor, in denen sie im echten Leben vorkommen. Dies zeigt das Buch Ausgeblendet besonders am Beispiel der Expertinnen: So sind im echten Leben die Hälfte der Richter Richterinnen, aber im Fernsehen sind nur 24 Prozent der Rechtsexperten Frauen. Schauspielerin und Gründerin der MaLisa-Stiftung Maria Furtwängler, die die Studie initiiert hat, konstatiert: „Die Bilder, die uns durch die Medien, insbesondere Film und Fernsehen, vermittelt werden, beeinflussen, was wir für möglich halten. Für mich ist damit auch eine große Verantwortung verbunden. Mich interessieren dabei insbesondere die Geschlechterrollen, die durch die Darstellungen in den Medien vermittelt werden und Einfluss auf unsere Vorstellungswelten – und die unserer Kinder – haben.“ Untersucht wurde das gesamte fiktionale und nonfiktionale Programm von 21 Sendern, u.a. der ARD, ZDF, RTL und ProSieben.

Anmeldung über diesen Link: https://www.eventbrite.de/e/dmwk-themenabend-ausgeblendet- frauen-im-deutschen-film-fernsehen-tickets-64656789197

Prof. Dr. Elizabeth Prommer lehrt Kommunikations- und Medienwissenschaft und ist Direktorin des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock sowie Prodekanin der Interdisziplinären Fakultät. Ihre Arbeits-, Publikations-, und Forschungsschwerpunkte liegen aus kommunikations- und medienwissenschaftlicher Perspektive im Zusammenspiel von Medien, Medienrezeption und Gesellschaft.

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